Zu einem weiteren Vorbereitungsspiel hatte der TV Wiblingwerde gestern den Polizei Sportverein aus Hagen zu Gast. Dieses Mal musste die Elf um Spielertrainer Jannik Bäcker allerdings einem Rückstand hinterher laufen, als Hagen in der 20. Minute mit 1:0 in Führung ging. Die Freude für den SV hielt jedoch nicht lange, nur zwei Minuten später machte Hegemann nach Vorlage von Bäcker das 1:1. Polizei Hagen spielte ihr Spiel jedoch konsequent weiter und machte in den folgenden Minuten den fitteren Eindruck. Wiblingwerde stand schlecht und so verwunderte es nicht, dass nach einem Zusammenprall der Wiblingwerder Verteidiger Taulien und Remmert ein Hagener Stürmer das Leder an sich nahm und Keeper Werner chancenlos lies. Wenige Minuten später wurde der TVW-Schlussmann dann allerdings rüde gefoult, nachdem er den Ball klärte und der Polizei-Stürmer mit der Sole voran auf den Torwart krachte. Der Unparteiische beließ es beim Schiedsrichterball, die Atmosphäre auf dem Platz wurde merklich ruppiger. In der 40. Spielminute hatte Remmert dann im Sprintduell das nachsehen, als PSV Hagen zum 3:1 Halbzeitstand erhöhte.
Nach einer schwachen ersten Hälfte für Wiblingwerde sollte das Spiel in der zweiten Hälfte aber kippen. Bäcker brachte mit zwei schnellen Toren (60., 62.) den überraschenden Ausgleich, bis Bäcker dann auch noch in der 68. mit dem tödlichen Pass auf Zweynert die Führung für Wiblingwerde einleitete. Zweynert spielte den gegnerischen Torwart aus und wuchtete das Leder bewusst unter die Latte ins Tor. Danach waren die Hagener geschlagen, im Offensivsspiel der Polizei ging kaum noch etwas. Mit dem 5:3 durch Zweynert (73.), dem 6:3 durch Bäcker (82.) und sogar dem 7:3 nach einem klasse Pass von Zweynert auf Weise (82.) war alles klar. In der 85. Minute durften dann aber die Hagener noch einmal nach vorne. TVW-Keeper Gößling, der in der Halbzeitpause für den angeschlagenen Werner ins Spiel kam, hatte am Ende doch noch das Nachsehen und musste kurz vor dem Ende das 7:4 aus dem Netz fischen. Mit einer sehr guten Leistung unterstrich Gößling aber sein großes Talent und zeigte, dass er sich hinter Neuzugang Werner nicht verstecken muss.
